Vorstufen
CIN (“Krebsvorstufen”) – Progression
Spontan- | Persistenz | Progression | |
|---|---|---|---|
CIN I | 55 % | 30 % | 15 % |
CIN II | 40 % | 30 - 40 % | 20 - 30 % |
CIN III | 10 % | 20 - 40 % | 50 - 70 % |
Ostor AG. Int J Gynecol Pathol 1993; 12: 186–92/ Tumormanual Zervixkarzinom 2004
Krebsvorstufen behandeln
Wenn sowohl die Untersuchung eines Zellabstrichs des Gebärmutterhalses als auch die nachfolgende Inspektion des Muttermundes mit dem Lupenmikroskop (Kolposkop) ein auffälliges Ergebnis erbringen, erfolgt eine Biopsie: Dazu entnimmt der Arzt Gewebe aus dem verdächtigen Bezirk im Gebärmutterhals.
Die Probe wird anschließend mikroskopisch untersucht. Wenn die Biopsie höhergradige Gewebeveränderungen (CIN3 und anhaltende CIN2) zeigt, kann ein chirurgischer Eingriff, eine Konisation, erforderlich werden: Dabei wird entweder unter lokaler Betäubung oder unter Vollnarkose mit einer elektrischen Schlinge, mit Laser oder mit dem Skalpell ein kegelförmiges Gewebestück, das den verdächtigen Bezirk umfasst, vom Gebärmutterhals entfernt. Experten empfehlen die elektrische Schlinge (Schlingenkonisation), weil es dabei weniger häufig zu Komplikationen wie Nachblutungen oder zu Problemen bei nachfolgenden Schwangerschaften kommt. Bei gut sichtbaren, klar abgegrenzten Veränderungen kommt auch eine Laserbehandlung in Frage.
Gewebebefund CIN
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