Gebärmutter
Die Gebärmutter, das innere Geschlechtsorgan der Frau, befindet sich hinter der Harnblase und vor dem Darm im kleinen Becken. Sie ist wie eine auf dem Kopf stehende, etwa zehn Zentimeter lange Birne geformt.
Der breite obere Hauptteil wird „Gebärmutterkörper“ genannt, der untere schmale Abschnitt läuft in die Scheide aus. Dieser circa vier Zentimeter lange Teil ist der Gebärmutterhals, in der medizinischen Fachsprache auch als „Cervix uteri“ oder kurz als „Zervix“ bezeichnet.
Die Aufgabe der Gebärmutter
Von Flüssigkeit umgeben und eingebettet in den Körper der Mutter, wächst in der Gebärmutter ein neuer Mensch innerhalb von 270 Tagen heran.
Dabei vergrößert sich das Organ erheblich: Vor der Empfängnis wiegt die Gebärmutter etwa 50 bis 100 Gramm, zum Zeitpunkt der Geburt bis zu 1100 Gramm.
Gebärmutterhals (Zervix)
Der Gebärmutterhals (Zervix, Zervix uteri) bildet das untere Drittel der Gebärmutter. Er ragt ein Stück in das Scheidengewölbe hinein und öffnet sich mit dem Muttermund (Portio vaginalis). Der Gebärmutterhals besteht aus Bindegewebe und Muskulatur, durchzogen von Blut- und Lymphgefäßen.
Im äußeren und von der Scheide aus sichtbaren Bereich ist der Gebärmutterhals von einem so genannten Plattenepithel überzogen. Der innere Anteil, der Gebärmutterhals- oder Zervikalkanal, ist mit so genanntem Zylinderepithel ausgekleidet, das schleimbildende Drüsenzellen enthält.
Der Bereich, in dem Plattenepithel und Zylinderepithel aufeinandertreffen, wird als Übergangszone bezeichnet. Sie verschiebt sich im Lauf des Lebens in den Zervikalkanal hinein. Diese Übergangszone ist von Umbauvorgängen besonders betroffen. In diesem Bereich entstehen Gebärmutterhalskarzinome und ihre Vorstufen. Über 80 Prozent gehen vom Plattenepithel aus und werden deshalb als Plattenepithelkarzinome bezeichnet.
Mit einem Anteil von etwa 15 Prozent wesentlich seltener sind so genannte Adenokarzinome (Bray 2005), die im Drüsenepithel entstehen.
