Allgemeines zur Impfung: Wie kann ich mich vor dem HP-Virus schützen?

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HPV-Impfstoffe

Gardasil®

Der Vierfachimpfstoff Gardasil richtet sich gegen die High-risk-Viren 16 und 18 und gegen die Low-risk-Viren 6 und 11. Gardasil ist von der Europäischen Arzneimittelbehörde (European Medicines Agency EMEA) seit September 2006  zugelassen zur Vorbeugung von hochgradigen Zellveränderungen (Dysplasien, Krebsvorstufen) der Zervix (CIN 2 und 3), Zervixkarzinomen sowie hochgradigen Dysplasien im äußeren Genitalbereich (Vulva), die durch die HPV-Typen 16 und 18 verursacht werden können. Zusätzlich schützt er im Rahmen der Kreuzprotektion gegen einen weiteren krebsauslösenden HPV-Typ.
Außerdem schützt Gardasil® vor Genitalwarzen (Feigwarzen, fachsprachlich Condylomata accuminata), die als Folge einer Infektion mit den HPV-Typen 6 und 11 entstehen können.

Cervarix®

Der bivalente Impfstoff Cervarix® wurde im September 2007 in Europa zugelassen. Er schützt ebenfalls vor HPV 16 und 18 bedingten hochgradigen Zellveränderungen (Dysplasien, CIN 2 und 3, Krebsvorstufen) am Gebärmutterhals und vor daraus entstehendem Gebärmutterhalskrebs. Im Rahmen der Kreuzprotektion schützt der Impfstoff vor weiteren Hochrisiko-Typen, die nicht im Impfstoff vorhanden sind. Diese Kreuzprotektion erstreckt sich unter anderem auch auf die Virustypen 31 und 45, denen ein hohes onkogenes Potential zugesprochen wird.  

Publikationen

Publikationen zu den Gardasil-Studien:
Ault et al. 2007
, The FUTURE II Group 2007, Garland et al. 2007, Koutsky et al. 2006, Mao et al. 2006, Poland et al. 2005, Rambout et al. 2007, Villa et al. 2005, Villa et al. 2006, Munoz et al. 2009

Publikationen zu den Cervarix-Studien:
Harper et al. 2006, Koutsky et al. 2006, Paavonen et al. 2007, Rambout et al. 2007, Carvalho et al. 2009, Paavonen et al. 2009

Sicherheit

Die gentechnisch hergestellten Impfstoffe  bestehen aus so genannten virusähnlichen Partikeln. Diese entsprechen den Eiweißstoffen, aus denen die Virushülle besteht, sie enthalten aber keine Erbinformation der Viren. Daher können sie sich nicht vermehren und keine Infektion auslösen. Sie sind daher auch nicht onkogen, d. h. nicht krebsauslösend.

Vergleich der Impfstoffe

Es gibt Unterschiede in der Zulassungsindikation, dem Applikationsschema, der Ausprägung der Kreuzprotektion und der "Zubereitung" des Impfstoffs, dem Adjuvans. Weitere Informationen finden Sie in folgenden Publikationen:

Impfschutz

Für einen optimalen Impfschutz sind drei intramuskuläre Injektionen des Impfstoffs innerhalb von 6 Monaten erforderlich – in der Regel in den Oberarm. Bei Cervarix® erfolgt die zweite Injektion 4 Wochen, bei Gardasil® 2 Monate nach der ersten, die dritte jeweils nach 6 Monaten.