Gebärmutterhalskrebs lässt sich verhindern
Aktionswoche klärt vom 18. bis 24. Januar 2009 über die Chancen der Früherkennung und Vorbeugung auf
Allein in Deutschland erkranken pro Jahr etwa 6.200 Frauen an Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) und fast 1.700 sterben daran. Die meisten dieser Todesfälle könnten verhindert werden, würde der Krebs rechtzeitig entdeckt. Im Rahmen der Früherkennung wird ein Zellabstrich vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhalskanal entnommen und mikroskopisch auf Zellveränderungen untersucht, die auf Krebsvorstufen hinweisen können. Die regelmäßige Abstrichuntersuchung bietet die Chance, solche Krebsvorstufen frühzeitig zu erkennen und mit einem wenig belastenden Eingriff dauerhaft zu entfernen.
Seit dem Jahr 2006 gibt es zudem eine vorbeugende Impfung gegen den Gebärmutterhalskrebs. Diese schützt vor einer Infektion mit den wichtigsten krebsauslösenden Humanen Papillomaviren-Typen, ersetzt allerdings nicht die Früherkennung. Die Impfung ist vor allem für junge Mädchen vor dem ersten sexuellen Kontakt empfehlenswert. Für die Entdeckung der Zusammenhänge zwischen der Infektion mit Papillomaviren und der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs wurde gerade der Medizin-Nobelpreis an Professor Harald zur Hausen vom Deutschen Krebsforschungszentrum verliehen.
In der Projektgruppe ZERVITA haben sich Vertreter von 27 wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Krebsorganisationen zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, qualitativ hochwertige und einheitliche Informationen rund um das Thema Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln und der Bevölkerung breit zugänglich zu machen. Die Aktionswoche im Januar 2009 ist ein wichtiger Bestandteil dieser Aufklärungsarbeit von ZERVITA. Seit Herbst 2008 unterstützt Bundesforschungsministerin Annette Schavan ZERVITA durch ihre Schirmherrschaft.
- Veranstaltungen in Deutschland zur CCPW 2009 vom 18. bis 24. Januar 2009
- Ausführliche Informationen für die Öffentlichkeit wie auch für Fachkreise gibt es auf dieser Website und speziell für Mädchen auf www.zervita-girl.de
- Individuelle Anfragen zum Gebärmutterhalskrebs beantwortet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (KID) als ZERVITA-Projektpartner mit seiner kostenfreien Telefon-Hotline (0800-420 30 40) und seinem E-Mail-Service (krebsinformationsdienst@dkfz.de).
Informationen zu ZERVITA
Die Gründung der Projektgruppe ZERVITA geht auf eine Initiative des Tübinger Virologen Professor Thomas Iftner zurück. Geleitet wird die Projektgruppe von einem aus 7 Mitgliedern bestehenden Lenkungsausschuss: Prof. Nikolaus Becker (Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie), Dr. Ingolf Dürr (Deutsches Grünes Kreuz e.V.), Dr. Hans-Joachim Gebest (Deutsches Krebsforschungszentrum/Krebsinformationsdienst Heidelberg), Prof. Thomas Iftner (Institut für Frauengesundheit Baden-Württemberg), Dr. Werner Harlfinger und Dr. Manfred Steiner (Berufsverband der Frauenärzte e. V.) sowie PD Dr. Hans-Joachim Wagner (Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e. V.).
